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Vor Egg viel Wasser geschluckt

12. BFT Übersicht

Insgesamt 17 Ausfälle soviel wie nie zuvor von 244 gestarteten Triathleten verzeichneten die Organisatoren beim 12. Bodensee-Feuerwehr-Triathlon. Wassertemperaturen um 16 Grad und heftige Wellen schlauchten ordentlich. Sehr gute Plazierungen für die Konstanzer Feuerwehr bei schönstem Sommerwetter.

Wiederholungssieger

Zum wiederholten Mal gewann Toni Raskopp von der Berufsfeuerwehr (BF) Trier in 1 Stunde 25 Minuten und 36 Sekunden. Titelverteidiger Steffen Hartig von der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Hainhausen war nicht angetreten. Einen hervorragenden zweiten Platz mit 13 Sekunden Abstand errang der Allmannsdorfer Daniel Müller von der FF Konstanz; Platz fünf für Bernd Oser mit 5 Minuten und 8 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Dagmar Pils eine von drei Frauen aus Berlin gewann in 1:59:09 die Damenwertung (Gesamtrang 154). Die BF Berlin siegte bei den Mannschaften und verwies den Titelverteidiger FF Hombrechtikon aus der Schweiz auf Platz zwei. Die FF Konstanz konnte ihren dritten Platz vom letzten Jahr nicht halten und rutschte auf den sechsten. Der älteste Teilnehmer war 73jährige Dauergast Heinz Hellmuth von der FF Mannheim (Platz 223).

Verbrauch

Im Ziel verputzten die LäuferInnen 20 Kilogramm Bananen und zuzelten den Saft von 40 Zitronen. Acht große Beutel Zitronentee bereiteten Helfer auf, damit die Athleten ihren Flüssigkeitshaushalt ausgleichen konnten.

Verkürzt

Durch den stetigen Wind hatte das für diese Jahreszeit nicht sehr warme Wasser um einige Grade abgekühlt. Wie Klaus Wehner, einer der Verantwortlichen erklärte, entschied sich die Wettkampfleitung, die Schwimmstrecke vor dem Wasserssportgelände in Egg von 600 Meter auf rund 500 Meter zu verkürzen.

Wie erwartet hatten die Schwimmer mit dem recht ruppigen See zu kämpfen. So gaben elf im Wasser auf. Viele hatten Wasser geschluckt, andere Krämpfe in Armen oder Beinen bekommen. Für die Sicherheit sorgten Boote der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der Feuerwehr; Rettungsschwimmer auf Surfbrettern konnten direkt in den Schwimmerpulk fahren und die Geschwächten aufnehmen.

"Saukalt"

Als die schnellsten Schwimmer das Ufer erreichten, stießen sie deftige Worte zwischen den klappernden Zähnen hervor: "Saukalt ist das Wasser" war noch eine der netteren Formulierungen. Wie Sieger Toni Raskopp bestätigten auch andere die Schwierigkeiten wegen der heftigen Wellen.

Vernünftig zeigte sich ein Triathlet auf der 38 Kilometer langen Radstrecke im Hockgraben und Schwaketental: "Ich mußte erbrechen und bevor ich zusammenbreche, höre ich lieber auf". Fünf weitere Athleten mußten meist wegen einem "Plattfuß" aufgeben. Ein Radler legte sich etwas zu schwungvoll in die Kurve: Die Schürfwunden behandelten die Helfer vom Malteser Hilfsdienst mit einem Wunddesinfektionsmittel. Ein anwesender Notarzt hatte erfreulich wenig zu tun.

Durchgehalten

Bei den sechs Kilometer Laufen im Mainauwald gab niemand auf. Verbissen kämpfte sich auch Klaus Koch von der FF Konstanz über die letzten Kilometer bis zum Ziel auf dem Sportplatz der Universität. In weniger als drei Stunden rettete er damit die feuerwehrinterne Mannschaftswertung für seinen Löschzug.

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