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| Wechselplatz Schwimmen-Rad: Hurtig umziehen um den Anschluss an die Führenden nicht zu verlieren. |
Den Konstanz Feuerwehrleuten gelang bei der 15. Auflage des Bodensee-Feuerwehr-Triathlons ein besonderer Coup: Sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung klappte es mit der Titelverteidigung. So holte Daniel Müller zum zweiten Mal den Titel in einer Stunde, 22 Minuten und 38 Sekunden, wobei er sich gegen Teilnehmer aus sechs Nationen (Frankreich, Tschechien, Schweiz, Österreich, Luxemburg, Deutschland) durchsetzte.
Karsten Fischer (1:23:46) von der Berufsfeuerwehr (BF) Kassel erreichte wie schon letztes Jahr den zweiten Platz. Auf dem dritten Rang landete Anton Raskopp (1:24:25) von der BF Trier. Neben Daniel Müller sorgten Bernd Oser und Sven Reuter als die drei zeitschnellsten Konstanzer Feuerwehrleute für den ersten Rang in der Mannschaftswertung. Die Berufsfeuerwehr aus der tschechischen Hauptstadt Prag und die Freiwillige Feuerwehr (FF) Mainhardt-Bubenorbis folgten auf den Plätzen. Der erste Preis für die Sonderwertung ging an die Berufsfeuerwehr der tschechischen Partnerstadt Tabor.
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| Der Sieger Daniel Müller: Kurz nach dem Zieleinlauf sieht man ihm die Strapazen der knapp anderthalb Stunden nicht mehr an. |
Mit seinen 76 Jahren war Heinz Hellmuth von der FF Mannheim der mit Abstand älteste Teilnehmer. Ihm reichte es zwar nur zum letzten (275.) Platz, ihm war es jedoch zu verdanken, dass dieses Jahr überhaupt eine Frau mit an den Start gegangen war: Ivon Chrisiel erreichte in 2 Stunden, 15 Minuten und 20 Sekunden Platz 261. Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass sie das erste Mal an einem Triathlon teilgenommen und bisher keine vergleichbaren Veranstaltungen besucht hat.
Am Start waren 285 Athleten. Zehn Ausfälle verzeichneten die Veranstalter: Krämpfe beim Schwimmen, Stürze oder technische Defekte beim Radfahren waren die Ursachen. Auf der von Feuerwehr und DLRG-Tauchern gesicherten 600 Meter langen Schwimmstrecke beim Wassersportgelände in Egg mussten zwei Schwimmer aufgeben. Beim 38 Kilometer langen Radrundkurs kam es zu zwei Stürzen: Der eine Sportler musste nach einer Bruchlandung mit Schürfwunden im Klinikum ambulant behandelt werden.
Ganz anders die Reaktion eines anderen Triathleten: Bei seinem Radrundkurs prallte er auf ein parkendes Auto und zog sich Schnitt- und Schürfwunden an einer zersplitterten Scheibe zu. Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei setzte er sich auf sein unversehrt gebliebenes Fahrrad und schloss den Triathlon erfolgreich ab: Sein Kommentar: "Das ist mein erster Triathlon und den wollte ich beenden!". Seine Blut verschmierten Arme ließ er sich erst im Ziel von den Sanitätern des Malteser Hilfsdienstes und dem anwesenden Arzt versorgen. Die letzte Disziplin – sechs Kilometer Laufen – blieb wenig spektakulär.
Eine lockere und entspannte Atmosphäre herrschte im Ziel auf dem Universitäts-Sportplatz. Zur guten Stimmung dürften auch die "optimalen Wetterbedingungen" (Sieger Daniel Müller) beigetragen haben. Strahlende Gesichter überdeckten die vorangegangenen Anstrengungen. So bescheinigten die Teilnehmer dem Konstanzer Bodensee-Feuerwehr-Triathlon einen besonderen Flair: Es sei für alle Sportlertypen etwas geboten und es werde nicht Alles so tierisch ernst genommen. Sowohl der, der auf Leistung und auf eine vordere Platzierung aus ist, als auch der, der einfach nur auf Ankommen mitrennt, komme auf seine Kosten.
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| Der Steg ist beim Start der Lieblingsplatz der Zuschauer. |